There and back again

Bevor es richtig los geht, noch einige Anmerkungen vorweg:

A Reiseberichte & -Links rund um den Globus

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Flug: Wir sind am 24. Dezember 2004 in Wien zusammen gestartet. Elke kam aus München und ich aus Hamburg. Die Flugverbindung mit Lauda Air (Austria Airlines) ist die schnellste, ohne lange Wartezeiten auf den Flughäfen, das war uns die ca. 1.500 Euro Ticketpreis wert. Wir würden es beim nächsten Mal genau so machen.

Route: Wir haben uns aus verschiedenen Gründen für den Start auf der Südinsel im beschaulichen Christchurch entschieden.

1.) Nach dem langen Flug und den 12 Stunden Zeitunterschied würde eine "große" Stadt wie Auckland einen doch überfordern.

2.) Der Verkehr ist auf der Südinsel deutlich geringer, so kann man sich in Ruhe an den Linksverkehr gewöhnen.

3.) Auf der Nordinsel ist es wärmer, wir wollten die letzten Tage vor dem Abflug in Pahia noch ordentlich Sonne tanken, bevor es wieder in den Winter zurück ging.

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Herr der Ringe: Wir haben wirklich nur einen Teil der Locations besucht. Die genauen Stellen in den Wäldern usw. findet man auch nur mit GPS-Gerät. Um Queenstown herum gibt es so viel, da braucht man alleine vier Wochen Zeit. Am meisten ging uns das Herz in Edoras (Mt. Sunday) auf, auch wenn da nicht ein Stück Kulisse mehr zu sehen ist und natürlich in Hobbingen (Matamata).

Motels/Hotels: Die Unterkünfte haben wir alle vorher gebucht, weil in vielen Reiseführern stand, dass in der Hochsaison von Dezember bis Ende Januar die Neuseeländer Ferien haben und deshalb vieles ausgebucht wäre. Es hat sich aber herausgestellt, dass es eigentlich nur in Queenstown und in den kleinen Gletscherdörfern notwendig gewesen wäre. Einige Hotels haben wir über DER-Tour gebucht, aber die meisten direkt im Internet.

Auto: Wir haben uns für ein All-Rad-Auto entschieden, weil man von "oben" den Verkehr besser überblicken kann. Das Auto war zwar nicht ganz billig (58 Euro pro Tag), aber man hatte wirklich eine gute Übersicht. Auch sind wir oft auf Schotterpisten gefahren, da ist so ein Auto einfach praktischer. Beim nächsten Mal würde ich aber ein Auto direkt über das Internet vor Ort buchen, das ist billiger als über ein deutsches Reisebüro, z.B. bei:

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Rental Cars

Maui

Britz

Hirecar

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1. Woche

2. Woche 3. Woche 4. Woche
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[Route Südinsel]

[Route Nordinsel]

Samstag, 25. Dezember 2004 - 23.55 Uhr
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Hotel: Heritage Hotel (DERTOUR)


Preis: 49 Euro pro Nase
Hotel-Bewertung: Eignet sich hervorragend um Christchurch zu entdecken.
Man kann alles zu Fuß erreichen. Es liegt direkt um die Ecke des
Cathedral Square.

A
Nach über 30 Stunden sind wir in Christchurch gelandet. Die Route über Wien - Kula Lumpur - Sydney - Christchurch ist eine der schnellsten Flugverbindungen nach NZ. Wir hatten uns den Flug schlimmer vorgestellt. Mit Filme gucken, lesen und schlafen verging die Zeit doch sehr schnell. Die Einreiseformalitäten sind zwar ähnlich wie in den USA, aber die Beamten sind viel freundlicher. Man darf auch zusammen vortreten, wenn man nicht verwandt ist. Nach den Einreiseformalitäten holten wir unsere Koffer. Das komplette Gepäck wurde nochmals durchleuchtet. Mit dem Taxi (30 $) fuhren wir in 20 Minuten zum Hotel. Das Auto würden wir erst am zweiten Tag abholen.

Wir bezogen ein schönes Zimmer im "Heritage Christchurch". Wir haben noch kurz zu Hause angerufen, eine heiße Dusche genommen und dann fielen wir ins Bett.

 
Sonntag, 26. Dezember 2004
  A
Wir hatten den Wecker auf 8 Uhr gestellt, damit wir besser in den Rhythmus kamen. Der Himmel war bedeckt, also zogen wir lieben den Zwiebellock an. Der Stadtkern in Form eines Rechtecks ist nur knapp 2,5 km² groß und sehr übersichtlich.

Wir bummelten durch die Stadt zum "Botanischen Garten". Langsam kamen die Lebensgeister wieder zurück. Der Garten ist herrlich, dort kann man sich bei einem Spaziergang wunderbar von dem langen Flug erholen. Mittlerweile schien auch die Sonne, aber es wehte immer noch ein kühler Wind.

Am Nachmittag haben wir dann kurz im Whirlpool entspannt und uns doch für eine halbe Stunde hingelegt, wir konnten einfach nicht mehr die Augen offen halten. Danach sind wir wieder 'raus zum Abendessen in die "Oxford Terrace", dort gibt es viele nette Restaurants. Wir haben uns für das "Viaduct" entschieden und wirklich lecker gegessen. Der Himmel war knallblau und es war herrlich. Um 19 Uhr draußen in einem Lokal bei Bier und Wein zu sitzen und das am 26. Dezember, so hatten wir uns das vorgestellt. Langsam waren wir wirklich angekommen.

[mehr Fotos Botanischer Garten]

 
Montag, 27. Dezember 2004
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Wir sind gegen 6 Uhr bei strahlendem Sonnenschein aufgewacht. Wir beschlossen, gleich vormittags das Auto zu holen. Der öffentliche Bus zum Airport fuhr gleich um die Ecke vom Hotel ab. Für 5 Dollar fuhren wir zum Flughafen. Von dort riefen wir vom nicht besetzten Maui-Schalter in der Vermietstation an, um uns abholen zu lassen. Wir hatten uns für Maui entschieden, weil wir dann das Auto beim Inselwechsel nicht tauschen mussten.

Die Übergabe dauerte etwas, es war sehr voll, man merkte doch, das Urlaubszeit in Neuseeland war. Der Service war sehr gut. Anders als wir es von Hertz gewohnt waren, kam jemand mit uns zum Auto und zeichnete alle Schrammen auf. Ein internationaler Führerschein wurde nicht benötigt.

Das war unser Shadowfax, ein Toyota Land Cruiser Prado (Diesel).

 

Dann fuhren wir unsere ersten Meter im Linksverkehr. Mann, war das komisch. Natürlich blinkte ich die ersten Male mit dem Scheibenwischer. Wir erreichten aber ohne Zwischenfälle das Hotel und fanden uns ganz toll. Den Wagen ließen wir dann aber doch parken.

Den Rest des Tages bummelten wir noch durch die Stadt. Die Straßen um den Cathedral Square sind gitternetzartig angelegt und von vier breiten Straßen eingefasst. Der Fluß Avon fließt mitten durch die Stadt und die Parkanlagen.  Die Antigua-Bootsvermietung befindet sich Ecke Cambridge Terrace & Rolleston Ave. am Ufer des Avon. Man kann Paddelboote und Kanus mieten, oder sich über den Fluß "gondeln" lassen.

Gegen Abend haben wir uns wieder in der Oxford Terrace ein leckeres Abendessen gegönnt und schon mal die Tour für den nächsten Tag angeguckt. Unser erster Höhepunkt sollte Edoras sein.

Wir waren uns gar nicht sicher, ob wir uns nicht gleich zu viel für den ersten Tag vorgenommen hatten. Es sah doch weit aus bis zum Lake Tekapo.

[mehr Fotos Christchurch]

Dienstag, 28. Dezember 2004 
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Hotel am Tagesziel: The Godley Resort Hotel

Preis: 90 $ pro Zimmer

Hotel-Bewertung: Das schlechteste Motel, das wir in den vier Wochen erlebt haben. Aber für 90 $ pro Zimmer durfte man auch nicht viel erwarten, dachten wir. Wir wurden aber eines Besseren belehrt. Es gab in diesem Motel auch teurere Zimmer, die bestimmt besser aussahen und auch Seeblick gehabt hätten. Besonders lustig fanden wir, daß das Zimmer eine Milchglastür auf den Gang hatte.

Strecke: Christchurch - Edoras - Lake Tekapo

Gefahrene Kilometer: 355 km

 

[mehr Fotos zum Motel]

 

An diesem Morgen haben wir im Hotel gefrühstückt und uns nach einem Großeinkauf in einem New World-Supermarkt in Christchurch auf den Weg Richtung Metheven gemacht.

Das Fahren außerhalb der Stadt war doch entspannter als in der Stadt. Nach ca. 2,5 Std. haben wir in einem ganz kleinen Ort namens Starvley einen Kaffee getrunken. Bis zur Mount Pottstation fuhren wir dann noch eine knappe Stunde auf einer Schotterpiste am Lake Clearwater vorbei.

Hinter einer Biegung standen bereits drei Autos und wir wussten - wir sind angekommen. Von dort konnte man den ersten Blick über die weite Ebene nach Edoras werfen. Wunderschön. 

Wir ließen die Rohan-Musik im Auto laufen, es ging uns das Herz auf. Daß so ein kleiner Hügel so viel Emotionen auslösen kann. Wir sind dann weiter an den Berg heran gefahren und waren erstaunt, wie nah man dranfahren konnte. Es war sehr windig, aber die Sonne kämpfte sich durch die Wolken.

[zu den Edoras-Fotos]

Der Weg hat sich wirklich gelohnt und es war nicht schwierig dorthin zukommen.

Unser Respekt für das Team um Dan und Chris Hennah war hinterher noch größer. Das ganze Material dort hinzuschaffen. Acht Monate Bauzeit für acht Drehtage. Einfach fantastisch.

Wir hatten doch andere Berichte gelesen, die sich so anhörten als wenn man sich für eine gefährliche Expedition ausrüsten müsste. Allerdings wollten wir nicht auf den Berg steigen, dazu braucht man wohl zumindest ein zweites Paar Schuhe, weil man einige Wasserläufe durchqueren muß.

Auf dem Rückweg haben wir noch ein kurzes Picknick am Lake Clearwater gemacht. Weiter ging es dann Richtung Geraldine und unserem nächsten Übernachtungsziel, dem Lake Tekapo.

Gegen 17 Uhr erreichten wir den 20 km langen Lake Tekapo und die berühmte "Church of the good Shephard", die Bronzestatue eines Hütehundes, der im Gedenken an den wichtigen Beitrag dieser Tiere zur Entwicklung von Neuseeland beigetragen hat. Leider fing es fürchterlich an zu regnen. Trotz des schlechten Wetters leuchtete der See in intensivem Hellblau. Durch Steinmehl vom Gletscherabrieb entsteht diese unglaubliche Farbe.

Wir machten ein paar Fotos und entschlossen uns, das Motel "Goldley Resort" schon zu beziehen und auf besseres Wetter zu hoffen.

Das Zimmer hatte Milchglastüren und war nicht gerade gemütlich. Zwischenzeitlich kam aber doch die Sonne durch und es entstand ein schöner Regenbogen. Nur das Alpenpanorama versteckte sich. Also gingen wir noch einmal zum See. Dann kurz ins Internetcafe das Livejournal updaten, Abendbrot gab es dann auf dem Zimmer.

[mehr Fotos]

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Mittwoch, 29. Dezember 2004 
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Hotel am Tagesziel: Best Western Colonial Lodge Motel

Preis: 80 $ pro Zimmer

Hotel-Bewertung: Sehr zu empfehlen. Schönes Motel für nur 80 $ pro Nacht. Etwas außerhalb der Stadt. Man muß das Auto nehmen, um ins Zentrum zu fahren. Die Zimmer hatten alle eine kleine Küchenzeile. Wir waren angenehm überrascht nach dem Godley Resort. Milch für Kaffee gab es in jedem Motel dazu. Meistens bekommt man beim Einchecken ein Kännchen in die Hand gedrückt. 

Strecke: Lake Tekapo - Mt. Cook - Oamaru

Gefahrene Kilometer: 316 km

 

Was für eine Nacht lag hinter uns. Wir hatten kaum ein Auge zugemacht, so stark hat es gestürmt. Etwas deprimiert machten wir uns auf den Weg zu Neuseelands höchstem Berg dem Mount Cook/Aoraki (3.754 m). Es fing schon wieder an zu regnen, wie aus Eimern. 

Im Visitor Center hieß es, daß es noch die nächsten Tage weiter regnen soll. Aber ganz genau könne man das hier nie wissen. Wir fuhren trotzdem die 80 km lange Stichstraße zum Mount Cook rauf, wir konnten nicht einmal den Fuß des Berges sehen. Die Wolkendecke hing direkt über unserem Auto. 

Der "Lake Pukaki" sah auch bei diesem Wetter wunderschön aus. Bei schönem Wetter hätte man den Anblick sicher kaum ertragen können, trösteten wir uns. Das Wasser war eisblau. Auf diese Kulisse hatten wir uns besonders gefreut. Wir müssen wohl noch einmal wieder kommen. 

Die Blumen auf dem Foto rechts sind eine Berg-Lupienart. Sie wachsen überall an den Straßen. 

 

Man braucht ca. 50 Minuten bis zum Village und dem Hotel Hermitage. Dort wollten wir eigentlich gemütlich einen Tee vor dem Kamin trinken, aber leider war der Raum von einer riesigen japanischen Reisegruppe belegt und der Kamin war auch nicht an. Nur der Kamin in der Lobby brannte, die Lobby hatte aber eher die Atmosphäre einer Schalterhalle. 

Also haben wir nur einen Wasserkakao in der Cafeteria getrunken. Die Aussicht war gleich null. Eigentlich hatten wir hier einen kleinen Treck zum Kea Point geplant, auf dem sehr gut Keas zu beobachten sein sollten und man eine gute Aussicht auf den Gipfel und das Hooker Valley haben sollte. Aber an Wandern war wirklich nicht zu denken. Im Hotel hingen Unwetterwarnungen aus. Also fuhren wir wieder 'runter Richtung Twizel.

In Twizel ist die Schlacht auf den Pelennor-Feldern gedreht worden, aber auch hier konnten wir nicht mal aussteigen, so hat es geschüttet. Gegen 14.30 Uhr waren wir schon in Oamaru, wo wir ein Best Western bezogen. Wir waren angenehm überrascht, ein wirklich schönes Motel.

Nach dem Bezug des Zimmers fuhren wir in die Stadt. Oamaru ist die Hauptstadt des nördlichen Otago. Die Häuser wurden zwischen 1870 - 90 aus Kalkstein, der leicht zu schneiden ist, gebaut. Erst über die Jahre härtet der Stein nach und widersteht jeder Witterung. Wir haben lecker in der "Last Post" gegessen, einem gemütlichen Restaurant mit Bar. Sehr zu empfehlen. 

Um 21 Uhr sind wir dann zu der "Oamaru Blue Penguin Colony" einer Zwergpinguin-Beobachtungsstation gefahren. In der Warte leben die Pinguine völlig frei, sie werden nur zu Forschungszwecken beobachtet. Nirgendwo kommen sie so dicht mit Menschen zusammen. Gegen 21.45 Uhr kamen die ersten an Land. Die Tiere bilden auf dem Wasser ein "Floß" und "schwappen" dann zusammen an Land. Sie kletterten den Abhang hoch und die brütenden Weibchen liefen gleich zu ihren Nestern. Die Herren klönten noch, bevor sie noch oben gingen. Ein ganz Mutiger kam in Richtung Tribüne, auf der wir saßen, auf etwa 5 m heran. Wir durften dort nicht fotografieren. Die Augen der Tiere sind sehr empfindlich. 

[mehr Fotos]

A
Donnerstag, 30. Dezember 2004 
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Hotel am Tagesziel: Olivers Restaurant & Lodge

Preis: 180 $ pro Zimmer

Hotel-Bewertung: Etwas ganz Besonderes zu Silvester. Wohl mit die schönste Unterkunft auf unserer Reise. 180 $ inkl. eines wunderbaren Frühstücks, trotzdem nicht zu teuer. Für ein so tolles Hotel müsste man in Europa viel mehr Geld bezahlen. Zum Olivers weiter unten mehr. 

Strecke: Oamaru - Moeraki Boulders - Dunedin - Clyde

Gefahrene Kilometer: 338 km

 

 

Als wir gegen 8 Uhr aufstanden war es grau, aber die Sonne kämpfte sich durch. 

Gegen 10 Uhr erreichten wir auf dem Highway 1 die Moeraki Boulders. Wie eine Perlenkette liegen diese 60 Millionen Jahre alten aus Kalksalzen geformten Kugeln am Strand. In unseren verschiedenen Reiseführern stand, daß man das 1-Dollar-Schild ignorieren sollte, das haben wir auch getan. Die Boulders sind kein Privatbesitz, das Restaurant hat kein Recht "Wegegeld" zu nehmen. Inzwischen hatten wir blauen Himmeln und es war herrlich warm. Wir genossen den Spaziergang am Strand.

Kurz nach dem Parkplatz der Boulders Richtung Dunedin kommt man an eine Rechtsabbiegerspur. Dort geht es zur schönen Schlucht "Trotter’s Gorge". Ein Abstecher zu einem Stück Rest-Urwald, der sich wirklich lohnt. Steht nicht in jedem Reiseführer. Ein ganz ruhiges Plätzchen, man hört nur die Vögel singen. Nachdem unser Shadowfax uns durch die durch den vielen Regen überflutete Straße gefahren hatte, machten wir hier eine kleine Wanderung an einem Fluß durch eine faszinierende Pflanzenwelt. Wir waren ganz alleine dort.

[mehr Fotos]

Dann ging es weiter nach Dunedin (sprich: Dunieden). Leider war es hier auch mit dem schönen Wetter vorbei. Es wurde kalt und neblig. Trotzdem haben wir uns natürlich die wunderbare "Dunedin Railway Station" angeschaut.

Die Stadt ist aus historischer Sicht eng mit der schottischen Stadt Edinburgh verbunden. Dunedin ist der alte gälische Name für Edinburgh. Es gibt viele Gebäude im viktorianischen und edwardianischen Stil. Mit Sonne wäre es nicht zum Aushalten gewesen. :-)

Nach einer kurzen Stadtbesichtigung und Turnschuhkauf (ich hatte meine am Lake Tekapo stehen lassen, die Schuhe sollten nicht das Letzte bleiben, was ich Neuseeland hinterlassen habe) fuhren wir Richtung Clyde. Es hatte bei dem Wetter keinen Zweck, die Strände bei Dunedin zu besuchen. Schade - wir müssen einfach noch einmal wieder kommen.

Es regnete in Strömen, als wir durch die so schöne und abwechslungsreiche Landschaft des Otago fuhren.

[mehr Fotos]

Wir freuten uns schon auf ein schönes Glas Wein im Olivers.

Wir bezogen unser "Grünes Zimmer" und guckten uns erst einmal begeistert im und um das alte Steinhaus um. Die Ställe, die Molkerei, die Dienstbotenunterkunft und die Seifenfabrik wurden zu individuellen Hotelzimmern umgebaut.

Wir hatten uns für die günstigste Kategorie entschieden, die schon wirklich toll war. Es gibt auch eine Honeymoon-Suite, mit einer Dusche mitten im Raum.

Dann reservierten wir einen Tisch für den Silvesterabend im Hotelrestaurant. Danach hatten wir uns wirklich ein schönes Glas Rotwein vor dem offenen Kamin verdient. Draußen regnete es weiter. 

 

[mehr Fotos vom Hotel]

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Freitag, 31. Dezember 2004 
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Tagesziel: Poolburn-Area, Ida Valley, St. Bathans

Gefahrene Kilometer: 214 km

Wir fuhren gegen 10 Uhr bei trockenem aber bedecktem Wetter los. 

Wir hatten arge Bedenken, bis zur Poolburn Area zu kommen. Im Locations Guide von Ian Brodie stand, daß man auf jeden Fall ein "Four-Wheel-Vehicle" haben sollte. Das hörte sich doch abenteuerlich an. Kurz vor Omakau biegt man rechts Richtung Ophir ab. Im Tal liegt dann rechte Hand ein altes Hotel, dort biegt man rechts in die Poolburn Moa Creek Road ab. 

Als die Straße nur noch aus Schotter bestand, hing an einem Haus ein Schild, daß man zur Lord-of-the-Ring-Location nur noch mit Four-Wheel-Vehicle weiter fahren sollte oder besser hier eine Tour bucht. Wir fuhren guten Mutes weiter. Die Straße war ganz fest und auch nicht matschig, trotz der regnerischen Nacht. 

 

Die Landschaft war atemberaubend. Wir hatten das Gefühl, daß gleich Eomér mit seinen Leuten über die Ebene galoppierten. Die Straße war ohne Probleme zu befahren. Pferde grasten auf eingezäunten Wiesen. Wir waren ganz alleine dort oben. Wir fuhren immer weiter Richtung Poolburn Reservoir, das wir nach ca. 40 Minuten ohne Probleme erreichten. Wieder ließen wir die Filmmusik im Hintergrund laufen. Auch diese Location ist ganz ohne irgendwelche Kulissen sehr beeindruckend und gehört mit zu den Highlights unseres Urlaubs. 

[Fotos Poolburn-Area]

 

Danach fuhren wir durch das schöne Ida Valley Richtung St. Bathans, einem kleinen Goldgräberstädtchen. Zur Zeit des Goldrausches lebten hier 2.000 Menschen. Jetzt kann man die Einwohner an einer Hand abzählen. Das Dorf hat einen ganz besonderen Charme. 

Im Vulcan Hotel tranken wir einen Kakao. Das Hotel ist das einzige, das von den ehemals 14 Hotels übergeblieben ist. Dort lasen wir auch in der Zeitung, daß es in Clyde eine große Silvesterparty auf der Straße geben sollte. Wir hatten am Morgen schon die Vorbereitungen gesehen. Hoffentlich würde das Wetter noch besser. Wir gingen in das alte Post Office, das auch als Souvenirshop dient. Eine alte Dame begrüßte uns am anderen Ende der Welt und wollte hören, woher wir denn kommen. Sie war ganz begeistert, daß wir den weiten Weg von Deutschland auf uns genommen haben, um hierher zu kommen. Die Neuseeländer sind so nett !

Gegenüber vom Hotel liegt der "Blue Lake", der entstand, als nach Aufgabe der Goldmine 1948 das Minenfeld mit Wasser gefüllt wurde. Mittlerweile kam die Sonne raus und wir bummelten noch durch den kleinen Ort zum Friedhof.

[Fotos von St. Bathans]

Wir machten auf dem Rückweg noch einen Stopp in Alexandra, um mal wieder eine Nachricht für die Lieben daheim im Livejournal zu hinterlassen. Im Olivers angekommen entspannten wir bei Sonnenschein im Garten bei Tagebuch schreiben und lesen. Dann ließen wir uns ein Bad ein und bereiteten uns auf den Silvesterabend vor, den Tisch hatten wir für 19.30 Uhr bestellt. Das Essen war wirklich klasse, aber leider hatte sich unser Magen immer noch nicht richtig an die Zeitumstellung gewöhnt. Wir konnten kaum etwas essen, geschweige denn, Wein trinken. Also setzten wir uns erst einmal nach dem Essen mit einer Kanne Kamillentee aufs Sofa. Draußen war die Straße für die Silvesterfeier bereits mit einem quer gestellten Truck abgesperrt. Auf dem Truck unterhielt bereits eine Schülerband mit Heavy Metall die ersten Besucher. Wir zogen uns warm an und stürzten uns ins Getümmel. Endlich schmeckte der Wein auch wieder. Im Laufe des Abends lernten wir Peter (aus Intgercargill) und Paul (aus Auckland) kennen, die Urlaub in Alexandra machten und zum Feiern nach Clyde gekommen waren. Im Hof brannte ein schönes warmes Feuer. Mit dem Wein wurde auch unser Englisch immer besser. :-) Als es auf Mitternacht zuging, mischten wir uns unter die Leute vor dem Truck, auf dem jetzt zwei Dudelsackspieler in das neue Jahr spielten. Es war eine super Atmosphäre. Silvester in Neuseeland - und wir waren dabei ! :-) 

[Silvester in Clyde]

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