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Alaska 11.8. - 8.9.2006 Der etwas andere Reisebericht
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Die Teams: Familie Krüger (Bernd, Bärbel und Tina) in einem C 24 und Familie Meyer (Susanne und Thomas) in einem C 22. Reise gebucht über Canusa. Flug mit Condor über Frankfurt nach Whitehorse. Übernahme des Wohnmobils am nächsten Tag - ein C 24' Motorhome von Fraserway, für 27 Tage gemietet. Einiges würde ich beim nächsten Mal mitnehmen: Saughaken, an die man seine Handtücher hängen kann, Haken gibt es viel zu wenig. Für die Küche unbedingt ein Schälwerkzeug. Das an Board kann man vergessen. Ein vernünftiges Küchenmesser ebenfalls und eine billige Spülbürste. Die wollten hier 5 $ für das Ding haben. Auch eine leichte billige beschichtete Pfanne würde ich mitnehmen. Klamotten braucht man nicht viel. So gut wie jeder Campingplatz hat Waschmaschinen und Trockner. Hatte wieder zu viel mit. |
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1. Woche |
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| Donnerstag, 10. August 2006 | |
| Um 7.40 Uhr ging es in
Hamburg über Frankfurt nach Whitehorse los. Der Flug mit Condor war, gegen
meine Erwartungen, wirklich gut. Einziger Nachteil war, dass Condor noch
keine Fernseher für jeden im Vordersitz hat. So musste man entweder zwei
blöde Filme über einen kleinen Fernseher für alle gucken oder Musik hören.
Ich hatte das Glück, ganz allein eine Dreierreihe für mich zu haben. Wir
flogen sehr tief und hatten einen fantastischen Blick auf Grönland. Die
Zeit ging sehr schnell rum. Es waren auch nur 9 Stunden Flug, ich dachte
wir würden länger fliegen. Aber ist ja auch logisch, oben rum ist
kürzer.
In Whitehorse angekommen, schien die Sonne. Beim Aussteigen trafen wir dann noch meinen Kollegen mit Familie und wir konnten uns noch kurz durch eine Glastür unterhalten. Nach den Einreiseformalitäten, die in Kanada nicht annähernd so streng sind wie in den USA, nahmen wir unser Gepäck in Empfang. Man erwartete uns bereits (alles in deutscher Sprache) und zeigte uns den Shuttlebus, der uns ins Hotel fuhr. Da es erst 13 Uhr war, waren die Zimmer noch nicht fertig, aber die Wartezeit haben wir mit einem Bier überbrückt. Nach kurzem frisch machen haben wir dann den Ort erkundet. Um 21 Uhr sind wir dann aber ins Bett gefallen. {Anreise} |
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| Freitag, 11. August 2006 | |
| Um 10 Uhr wurden wir am Hotel von
Fraserway abgeholt. Die Übernahme und die Einweisung zogen sich hin. Am
Wohnmobil von Meyers war die Hupe kaputt und musste bei Ford noch
repariert werden. Bei beiden Campern war der Gastank noch nicht
aufgefüllt. Gegen 12 Uhr kamen wir endlich vom Platz und fuhren zum
Einkaufen. Auf dem Weg zum Supermarkt fiel Thomas ein Geräusch an den
Bremsen auf, also fuhr er wieder zum Vermieter zurück, der Rest ging
einkaufen. Wir hatten schon fast den Einkaufszettel abgearbeitet, da kam
er wieder - mit einem neuen größeren Wohnmobil. Gegen 14 Uhr konnten wir
dann endlich los Richtung Kluane Lake.
Eigentlich wollten wir heute noch bis Burwash Landing, aber das war dann doch zu weit. Gelandet sind wir auf dem wunderschönen Cottonwood Camingplatz (hier mehr Fotos vom Campground) direkt am Kluane Lake, den hatte ich mir auch schon im Internet angeguckt. Das Wetter auf der Fahrt war wechselhaft, aber der blaue Himmel guckte immer durch. Wir haben auch unterwegs den ersten Hirsch gesehen. Die Berge erinnern mich an Neuseeland, aber solche Weiten gibt es dort nicht. Das haut einen schon aus den Schuhen. Die Stellplätze am See waren schon weg, aber gleich in zweiter Reihe haben wir noch schöne Plätze bekommen. Wir wurden eindringlich davor gewarnt, in den Busch rings um den Platz zu gehen. Das hier ist eine Grizzly-Gegend. Es gibt auch keine Abfalleimer hier. Die Bären leben direkt in Nachbarschaft mit den Campern. Wir waren doch alle sehr kaputt vom Jetlag. Nach dem Abendbrot (Tinas Penne und Rotwein) mußten wir dann auch bald ins Bett. Ich sitze hier jetzt noch und tippe den Tagesbericht ein. Die Kasse müsste ich auch noch machen, aber das verschiebe ich auf morgen. :-) Gefahrene Kilometer: 243 km |
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| Samstag, 12. August 2006 | |
| Wir waren wieder früh wach und
sind um 9.30 Uhr Richtung Tok aufgebrochen. Wir konnten draußen
frühstücken, aber mit Daunenweste. Das Wetter kann man wohl als "mostly
cloudy" bezeichnen, aber es wurde immer dunkler. Trotzdem waren wir von
der Landschaft mit den tiefhängenden Wolkenformationen
begeistert.
Es regnete nur kurz, und wir fuhren Richtung US-Grenze bei immer schönerem Wetter. Die kanadische Grenze wurde ohne anhalten passiert. Zwischen beiden Grenzen liegen 30 Meilen. An der US Grenze mussten wir doch tatsächlich die grünen Formulare ausfüllen (eigentlich war das logisch, aber inmitten der traumhaften Landschaft glaubt man nicht wirklich an diese Formalitäten) und auch unsere Fingerabdrücke abgeben usw. Lebensmitteltechnisch hatten wir uns an die Hinweise bei Fraserway gehalten. Kein Rind, Huhn, Eier und nur Früchte und Gemüse aus den USA und Kanada. Es gab auch keine Probleme. Weiter ging es Richtung Tok, wo wir heute auf dem großen Tok RV untergekommen sind, der nicht annähernd so schön ist wie der in Cottonwood. Zum Abendessen gab es wieder Pasta und Wein. Die Stammesältesten schnarchen schon wieder. Ich versuche jetzt mal hier eine Internetverbindung herzustellen. Gefahrene Kilometer: 385 km |
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| Sonntag, 13. August 2006 | |
| Gegen 10 Uhr sind wir heute los
gefahren, wir mussten noch die wichtigsten Lebensmittel einkaufen - Brot,
Bier und Wein. Richtung Matanuska Gleschter ging es dann auf sehr
holperiger Strecke weiter. Leider kann ich die Landschaft nicht wirklich
gut beschreiben - die Wolkenformationen sind so fantastisch. Die Berge
erinnern mich manchmal an Neuseeland, aber die Weite ist hier einfach
irre.
Leider kamen die Wolken immer tiefer, aber trotzdem ist diese weitläufige Landschaft toll. Langsam kam der Matanuska Gletscher in Sicht. Eigentlich wollten wir noch vor dem Gletscher Quartier beziehen, aber der Platz gefiel uns nicht. Die staatlichen auch nicht, auch wenn der Platz mit Blick auf den Gletscher sehr idyllisch gelegen war. Wir wollten doch lieber Strom- und Wasseranschluss haben und fuhren dann im Regen bis Palmer. Hier auf dem MountainView RV gefällt es uns ganz gut. Es gibt einen überdachten Grillplatz. Wir hoffen, dass morgen das Wetter besser wird. Gefahrene Kilometer: 450 km |
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| Montag, 14. August 2006 | |
| Überschrift des Tages: Womit haben
wir das verdient ! Die ganze Nacht hat es wie aus Eimern geschüttet. Bei
leichtem Regen fuhren wir wieder Richtung Palmer zum Tanken. Das
Meyer-Mobil war gleich nicht ganz fit und brauchte nun unbedingt neue
Wischerblätter. Dann noch rasch zu Fred Meyer (Supermarkt) ein paar Sachen
einkaufen. Stundenlang hätten wir Mädels da rumlaufen können, aber mit den
Jungs hatte das keinen Zweck. Dem einen tat der Rücken weh, der andere
hatte Kopfweh.
Um so näher wir Seward kamen, um so schlechter wurde das Wetter. Als wir am Exit Glacier ankamen, schüttete es wieder richtig. Als wir so über die Moräne liefen, dachte ich an Neuseeland. Die Situation kam mir doch sehr bekannt vor. Hier wurden heute übrigens Bären gesehen, wir gingen tiermäßig mal wieder leer aus. Aber guidetechnisch konnte ich meinen ersten Erfolg verbuchen. :-) *waves @ Beatrice and Heide* Der Regen wurde immer schlimmer, die Campingplätze in der Stadt gefielen uns gar nicht. An den Millers Landing konnte ich mich aus dem Internet noch gut erinnern, also fuhren wir weitere 3 Meilen aus der Stadt. Hier war fast alles ausgebucht. Wir stehen jetzt recht abenteuerlich (Fotos kommen noch) im Wald, nur mit Strom, schreiendem Baby nebenan im Zelt. Wir jammern aber auf hohem Niveau, mit den Campern im Zelt wollen wir nicht tauschen. Wir wollen aber unser Programm wie geplant durchziehen. Wer weiß, wann wir wieder kommen. Internet geht hier grad nicht, wegen des Regens - ha ha. Gefahrene Kilometer: 308 km |
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| Dienstag, 15. August 2006 | |
| Heute morgen haben wir nach einer
durchgeregneten Nacht beschlossen, doch noch den Campingplatz zu wechseln.
Millers Landing säuft ab. Wir sind jetzt auf dem Bear Creek RV außerhalb der
Stadt, aber mit allem Komfort. Tolle Duschen (inklusive) und Internet
umsonst, hier in der Anmeldung. Außerdem gibt es Becks.
Der Regen ließ im Laufe des Vormittages etwas nach, wir haben zuerst heute morgen den Ausflug mit dem Boot bis zum North Western Gletscher gebucht. Mutti kommt doch mit, auch wenn wir uns für "Captain's Choice" entschieden haben, d.h. heißt kleines Boot mit maximal 16 Leuten. So kann man die Tour individueller gestallten. Dann waren wir im Alaska Sealife Center. Ich hab ein neues Lieblingstier - den Puffin (Papageientaucher). So ein witziges Tier. Der kleine kleine Kerl hat da voll die Show gemacht im Becken. Dann haben wir noch ein bisschen in Seward gebummelt (hab das Internetcafe gesehen, Thomas, es war in der vierten). Es regnet immer noch, aber wir ziehen das jetzt alles durch. Ich hab mir bei Helly Hansen eine richtige Regenjacke (wie der Guide eine hatte) gekauft. Nun bin ich richtig wasserdicht. Meine Regenjacke von GAP taugt nicht für dieses Wetter. Nun waschen wir und ich kann endlich mal wieder richtig surfen. |
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| Mittwoch, 16. August 2006 | |
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Heute war frühes Aufstehen angesagt. Um 7.30 Uhr fuhren wir zum Hafen. Wir hatten Glück und waren nur zu siebt auf dem Boot. Das Wetter war allerdings wieder besch...... Wir hatten Glück mit den Walen! Natürlich nicht so viele, wie Familie Hünecke in der Glacier Bay hatten, aber wir waren sehr zufrieden. Leider regnet es teilweise so stark, dass wir die Tiere nur beobachten konnten, ohne zu fotografieren. Fast am beindruckendsten heute war aber der Aialik Glacier. Ständig donnerte Eis herunter, es hörte sich an wie ein Feuerwerk. Echt der Wahnsinn. Wir haben heute gesehen: jede Menge Weißkopfadler, Delphine, Wale, Otter (die sind zu cool - siehe rechts), Puffins, Ziegen, Seelöwen, Robben, Kormorane und viele andere Seevögel. Zum Abschluss der Tour waren wir dann schön Fisch essen, vorher haben wir aber noch mal wieder am Hafen die ankommenden Fischer angeguckt. Zur Zeit läuft hier noch bis Ende August ein Angelwettbewerb auf Silberlachs. Seit heute führt eine Frau. Jetzt sind wir fix und fertig, zu viel frische Luft. Ich weiß nicht, ob ich mich noch aufraffen kann, den Tag heute hochzuladen. |
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| Donnerstag, 17. August 2006 | |
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Der Tag aus meiner Sicht. Liegend von Seward nach Homer. Kein Wunder das ich gestern so fertig war, die Magen- und Darmgrippe war schon im anrollen. Ich kann mich nicht erinnern, jemals so krank gewesen zu sein. So eine Sch... Nichts blieb drin, nicht mal Wasser. So wurde doch noch ein Kinderwunsch wahr, im Bett durch die Welt fahren. Ich hätte gern darauf verzichtet. Zu den Stopps konnte ich mich aber aufraffen und mitgehen. In Soldotna ging es erst mal wieder zu Fred Meyer. In Old Town Kenai hielten wir dann an der Holy Assumption of the Vigin Mary, wo uns der Pope was über die Ikonen erzählte. Ein ganz lustiger Kerl. Seine Eltern sind damals über Hamburg nach Amerika gekommen. Das Wort Spende kannte er auch auf deutsch. In Homer angekommen waren wir doch arg enttäuscht von unserem Campingplatz. Wir hatten Waterfront reserviert, aber das Krüger-Mobil steht nicht wirklich am Wasser. Aber egal. Wir sind dann noch auf den Spit gefahren, um uns bei der Bärentour wiegen zu lassen. Die waren supernett dort. Wenn ich nicht fit werde bis Samstag, gibt es leider kein Geld zurück. Dann waren wir noch im Salty Dawg, der urigsten Kneipe, die wir je gesehen hatten. Siehe Susannes Fotos. Vor lauter Schwäche hatte ich meine Kamera nicht mitgenommen. Mit ging es furchtbar. Imodium akut hab ich gleich wieder ausgespuckt. Gefahrene km: 360 km |
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| Freitag, 18. August 2006 | |
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Den ganzen Tag hat es geschüttet wie aus Eimern, unsere Stimmung lag irgendwo unter dem Wohnmobil. Wir haben lange geschlafen und vor uns hingedämmert, zu etwas anderem war ich auch nicht fähig. Ich sah meinen Bärentrip schon verfallen. Am späten Nachmittag hab ich mich dann endlich breit schlagen lassen, zum Arzt zu gehen. Ich wollte unbedingt mit auf den Bärenausflug und so wie es mir ging, war da nicht dran zu denken. Homer hat eine ganz modern ausgestattete Klinik. Leider hatte die keinen Dr. Fleischman, Nancy war aber auch sehr nett. Die Sprechstundengehilfin hat mal drei Jahre in Ahrensburg gewohnt, sprach aber kein deutsch (bzw. sie traute sich nicht), konnte aber ein bisschen was verstehen. 76 $ später hatte ich ein Rezept für Antibiotika, ein Mittel, das den Magen wieder fit macht, und eins dafür, dass ich das Zeug nicht wieder ausspucke. In der Pharmacy haben wir dann 90 $ gelassen. Das schlimmste an dem Zeug ist, dass ich das mit "Tons of Food", wie der der Apotheker meinte, nehmen muss. Tolle Nummer - mir wird schon schlecht wenn ich nur an Essen denke. Gekochte Kartoffeln mussten als Grundlage reichen. Das war der erste Tag, an dem ich kein Foto gemacht habe. |
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Spruch der Woche: Wir sind jetzt Camper ! Erkenntnis der Woche: Fönfrisuren sind nichts für Alaska ! | |