Hotel: easy Hotel Earl's Court - Twin-Room - 132 Euro pro Nase für 4 Nächte

Flug: easyJet: 89 Euro

Team: Stina, Heidi, Martin , Annika, Steve und Tina

Fotos von Stina, Heidi, Martin und Tina

Das Motto: "The easy way of life"


Mittwoch, 24. Februar 2010

Stina und ich sind mit orange Schals behängt ziemlich früh am Flughafen aufgeschlagen. Es hatte wieder geschneit und wir hatten Angst das die Anfahrt Probleme bereitet. Es lief natürlich alles ganz normal. Als wir so nebeneinander bei den Zollbeamten standen, fragte der eine, ob wir die Schals im Doppelpack gekauft hätten. Einer wäre aber öfter gewaschen. Meiner war aus heller Wolle. 

Mit nur 15 Minuten Verspätung ging es dann los. Trotzdem hatten wir langsam Panik, ob wir unseren easy-Bus in Gatwick pünktlich erreichen würden, weil wir auch noch den Terminal wechseln mussten. Wir hatten da wirklich etwas knapp kalkuliert, zumal wir noch nie in Gatwick gelandet sind und uns überhaupt nicht auskannten. Wir haben aber den Bus gerade noch so bekommen, der uns bis zum Fulham Broadway brachte. Von dort ging es dann mit der Tube bis Earls Court in unser easyHotel. Gott sei Dank hatten wir uns den Luxus von einem größeren Zimmer mit zwei Betten gegönnt. Annika und Steve hatten nur ein einfaches DZ, da hätten wir nicht mal unsere beiden Koffer rein bekommen. 

Nach einer ganz kurzen Ruhepause ging es dann gleich los, am Big Ben, Parlament, Westminster Abbey und London Eye vorbei hinter den Waterloo-Bahnhof. 

Dort befindet sich "What the Butler Wore". Ein toller Laden der Vintageklamotten aus den 60ziger und 70ziger hat. Für den Schlagermove brauchte ich unbedingt ein neues Outfit. Ich bin auch fündig geworden ! Leider fing es dann an zu regnen. 

Trotzdem machten wir uns auf um die Gedenkplakette für Helene Hanff an der 84 Charing Cross endlich mal zu fotografieren. Auf dem Weg kamen wir an dem Theater in dem Rupert Friend spielte vorbei und wer stand da an der Stage Door und wartete auf ihn ? Heidi und Martin ! London ist ein Dorf, so haben wir uns ohne uns zu verabreden zufällig getroffen. 

Um 19.15 Uhr hatten wir wieder einen Tisch im Inamo bestellt. Dieses leckere Essen kann man nicht oft genug geniessen. Wir hatten den Eindruck, dass der Thai-Salat kleiner war als beim letzten Mal, aber geschmacklich einfach unübertroffen. Da muss man einfach mal gegessen haben. Schon wegen dem interaktiven bestellen vom Tisch aus. Seine Rechnung hat man immer im Blick. Ich hatte dieses mal mehrere Vorspeisen und keinen Hauptgang gewählt. 

Auf dem Rückweg sind wir dann noch mal zum Theater von   Rupert, Gemma Arterton  und Harry Loyd gegangen. Dieses Mal haben wir sie erwischt. Alle drei ganz lieb und nett.


Donnerstag, 25. Februar 2010

Bei meinem achten London-Besuch bin ich dann endlich mal in den Tower gekommen. Die Karten hatten wir schon von Deutschland aus bestellt, aber wir war so früh da, dass es überhaupt keine Schlangen an der Kasse gab. Als Fans der "Tudor-Serie" war der Besuch für uns hochinteressant. Wir können den Besuch nur jedem ans Herz legen. 

Man kann sich den kostenlos englischen Führungen anschließen oder sich in seiner Landessprache ein Audiogerät leihen. Wir haben uns gegen beides entschieden. Daher wäre uns aber fast die St. Johns Kapelle durch die Lappen gegangen. Die ist nämlich im White Tower und nur mit der Führung zu sehen. Ein deutschsprechender "Ordner" meinte, wir sollten mal oben einen Kollegen fragen. Wir sind an einen so netten Herren geraten, der uns eine Privatführung in die Kapelle gegeben hat. So etwas passiert einem in Deutschland mit Sicherheit nicht. Dann durften wir auch noch schnell ein paar Fotos machen, obwohl das offiziell nicht erlaubt ist. Wir waren so was von begeistert ! Einfach nett diese Engländer.

Vor dem Tower haben wir uns dann mit Annika und Steve getroffen und sind gemeinsam zum Leadhall Market gegangen. Wieder wir ohne eine genaue Uhrzeit abzumachen haben wir Heidi und Martin getroffen. Zu sechst sind wir dann zum Camden Market gefahren.. 

Dort angekommen haben wir uns erst mal in einem Pub gestärkt und sind dann über den Markt gebummelt. Enttäuscht stellten Martin und ich fest, dass der Cyberdog umgezogen ist und jegliches cooles Flair verloren hat. Den Besuch können wir uns in Zukunft sparen. 

Leider setze Dauerregen ein, der  auch nach einer Kaffeepause nicht aufgehört hat. So zog es uns dann wieder Richtung Innenstadt zum Comedy Theater, wo wir uns "The Misanthrope" mit Damian Lewis und Keira Knightly angucken wollten. Auf dem Weg dorthin kamen wir an der "Alice im Wunderland"-Premiere vorbei. So nah werden wir Johnny Depp nie wieder kommen. Sehen konnten wir ihn leider wegen der vielen Regenschirme nicht. Aber das Gekreische war schon beeindruckend. 

Das Stück war klasse. Damian hat sehr intensiv gespielt. Es ist immer wieder toll die Hoolywood-Schauspieler so nah auf der Bühne zu sehen. Wir hatten Karten in der dritten Reihe. Damian ist einfach ein grandioser Schauspieler auch Keira hat sehr überzeugt. Leider nicht an der Stage Door, dort war sie nach drei Autogrammen sofort mit dem Auto entschwunden. Ganz anders der Damian ! Danach ging es gleich ins Hotel, wir waren einfach platt von dem Tag.


Freitag, 26. Februar 2010

Heute war Kensington angesagt. Martin wollte erst noch shoppen und später zu uns stoßen. Heidi, Stina und ich stürmten um Punkt 10 Uhr Harrods. Das frühe kommen hat sich gelohnt, die wundervolle Lebensmittelabteilung war noch ganz leer und man konnte nach Herzenslust fotografieren. Zu unser großen Freude gab es in der Tierabteilung Baby-Möpse zu bestaunen. Ich hätte ja so gern ein, aber nicht für 2.000 Pfund. Mittlerweile war Martin wieder zu uns gestoßen und wir fuhren mit dem Bus zu den Kensington Gardens. Erst ein Stopp am Albert Memorial und dann natürlich über die Straße zur Royal Albert Hall

Durch den Park gingen wir zum Kensington Palace, wo wir nach einer Besichtigung (man darf fotografieren, aber ohne Blitz) den Tee in der Orangerie nahmen. Die Sandwichses und besonders die Küchlein waren sehr lecker, die Teatime in der National Portrait Gallery ist doch üppiger. Aber wir wollten einfach mal eine neue Teatime ausprobieren. 

Dann bummelten wir mit Annika und Steve u.a. auch im Covent Garden. Dinner gab es im Spaghetti House in der St. Martins Lane und dann mussten wir uns auch schon wieder von Steve und Annika verabschieden die wieder nach Hause mussten. 


Samstag, 27. Februar 2010

Auf die Oxford Street für eine kurze (!) Shoppingtour musste sein, Martin wollte ausgedehnter shoppen und hat sich erst mal abgemeldet. Stina und ich trafen uns mit Heidi dann in Notting Hill um über den Portobello Road Market zu bummeln. Herrliches Wetter hatten wir heute !

Da die District-Line heute mal wieder nicht fuhr, nahmen wir zurück den Bus bis Victoria und gingen bei Lisbeth vorbei die Mall runter über den  Horse Guards Parade-Platz. 

Wir gingen dann schon mal zum Vaudeville Theatre um die Stage Door zu suchen. Die war sehr schnell durch einen ganz schmalen Gang zwischen zwei Häusern zu erreichen stellten wir fest. Die meisten Leute würden sicher außen rum gehen. Wir erhofften uns so einen Vorsprung nach dem Stück "Privates Live" mit Kim Cattrall und Matthew MacFadyen. 

Die Stage Door auf der Rückseite des Theaters liegt gegenüber dem Rules, dem ältesten Restaurant von London. Seit 1798 serviert man dort. Dort möchte ich auf jeden Fall auch mal Essen. Vor dem Stück gingen wir noch in der Nähe des Theaters thailändischen Essen im Thai Pot"Privates Live" war ein sehr lustiges Stück. Kim und Matthew haben hervorragend zusammengespielt und sogar ein Duett gesungen.

Es wurden Möbel umgeschmissen und es gab eine Ohrfeige, da war richtig was los auf der Bühne. Am Ende sind wir dann wie der Blitz aus dem Theater und wollten in den engen Gang stürmen als uns ein Müllmann mit seinem Karren entgegen kam. Vorbei konnten wir da nicht, so schmal war der Gang. "Ihr wollt hier durch?" fragte er ganz ungläubig - YES ! Dann fuhr er raus uns wir konnten endlich zur Stage Door laufen. Mit einem Witz von Absperrzaun war die Tür abgesperrt. Wir standen alle in der ersten Reihe, die anderen Fans sind wirklich außen rum gegangen. 

Es kam Kim mit Hut und Mantel raus. Sie war total süß und freundlich. Wir haben sie auf deutsch angesprochen. Sie hat sich hundertmal für unser Kommen bedankt. Da kann die Keira noch von lernen. Sie ging dann wieder ins Theater und wurde sicher vorn mit einem Wagen abgeholt. Wenig später kam Matthew der sich auch viel Zeit für Autogramme und Fotos nahm, er ging dann zu Fuß seiner Wege. Immer wieder faszinierend wie die Stars in der Menge verschwingen. 

Während wir da noch standen und die Fotos anguckten ging Simon Callow der Gareth aus "Vier Hochzeiten und ein Todesfall" an uns vorbei. Unglaublich ! Wir haben ihn aber nicht angesprochen. 


Sonntag, 28. Februar 2010

Wir dachten, Check out Time im Easy wäre um 11 Uhr. Gott sei Dank waren wir zufällig um 10 Uhr am Tresen und sahen das Schild Ceck out Time 10 Uhr. Buh - noch mal Glück gehabt. Unser Plan war die 2 Pfund pro Gepäckstück im Easy Hotel zu sparen und die Koffer im The Victoria and Albert Museum an der Garderobe abgeben. Schon vor dem Eingang sagte ein sehr netter Polizist zu uns, dass das im V & A leider nicht ginge, aber drüben im Science Museum ginge das.

Wieder Glück gehabt ! Da kostet das Koffer einstellen 1 Pfund. Nebenan war gleich das Natural History Museum, dass allein schon wegen dem tollen Gebäude einen Besuch lohnen würde, dort wickelte sich aber die Besucherschlange einmal ums Gebäude. Bei dem Wetter wollten wohl alle Familien unbedingt Dinos gucken. 

Das V & A Museum erschlägt einen und ohne Plan ist man etwas hilflos unterwegs. Wir haben viele interessante Dinge gesehen. Wir hatten nur 2 Stunden Zeit, von daher sind wir einfach nur ziellos durch die Abteilungen gewandert. Aber die Sachen von unserem Heinrich VIII haben wir gesehen. Später schrieb Heidi uns, dass sie mit Martin auch da war um die Zeit. Leider haben wir uns dieses Mal nicht zufällig getroffen.

Da war es auch schon Zeit die Koffer abzuholen und uns Richtung Fulham Broadway aufzumachen, wo uns der Easy Bus wieder nach Gatwick bringen würde. 

Noch die letzten Einkäufe bei Marks & Spencer erledigen und dann endgültig den Heimweg antreten. Wenn uns einer fragt, was wir am meisten an London lieben würden wir wohl Marks & Spencer sagen. 

Mit dem Easy Bus klappte alles reibungslos. Wir waren sehr pünktlich am Flughafen. Leider sagte man uns schon beim einchecken, dass die Maschine gut 30 Minuten Verspätung hätte. Leider betrugt die Verspätung am Ende ganze 2 Stunden, aber nicht nur wegen des Sturms in Deutschland. Am Infostand sagte man mir, dass sei immer so am Wochenende. Die Londoner Flughäfen würden allesamt nicht ausreichen und die Verspätungen würden sich zum Abend eben summieren. 

Aber alles in allem hat uns das nicht groß gestört, wir saßen ja warm und trocken. Als Abschluss gönnten wir uns dann sogar noch einen Cider und ein "Fläschen" Wein auf dem Rückflug.

Fazit: Es waren wunderschöne Tage, dieses Mal ohne große Pannen und wir kommen natürlich wieder. Es gibt immer noch eine Menge zu sehen und manche Dinge kann man sich nicht oft genug angucken.